Bio


Obwohl der Olivenbaum, sofern er in das passende klimatische Umfeld gestellt wird, einer der kräftigsten Bäume unserer Erde sein kann und einer, dessen Leben sich sehr wohl auf Jahrhunderte erstrecken kann,  ist er weit davon entfernt, gegen Fliegen-, Schädlings- und Pilzangriffe immun zu sein. Von dieser Realität sind alle Teile des Baumes - Holz, junge Äste, reife Blätter und Früchte - je nach Jahreszeit und Angriffstyp betroffen. Der Landbau der Oliven kann sehr anstrengend und pflegeintensiv sein. Der „Ölwinzer“, d.h. der Olivenhain-Bauer muss rund ums Jahr mit  natürlichen tödlichen Risiken rechnen. Sorgen und Vorsogen sind  die Grundvoraussetzungen des Überlebens, des Weiterexistierens, des Wachstums und der Ernte. Dass einige Oliven-Bauer zur effizienten Lösung greifen, geeignete und richtig dosierte chemische Schädlingsbekämpfungs- bzw. Düngemittel zu spritzen, ist daher kein Wunder.

Grundsätzlich aber ist der Oliven-Bauer viel weniger auf künstliche bzw. chemische Schutzbehandlungen seiner Kulturen angewiesen als andere Landbau - Berufe: er greift zur Chemie, wenn es unbedingt sein muss.

Biologischer Landbau ist für den Oliven-Bauer eher die Zielsetzung. Natürliche, jedoch effiziente Spritzmittel sind keine Seltenheit: In Südfrankreich z.B. wird ein Brei von Kupfer und Kalk zusammengemischt und gegen Pilzinvasionen verwendet. Darüber hinaus versorgt die Natur durch den Einsatz von bestimmten Insekten auch selbst für Lösungen: die Metaphyscus -  ein aus Südafrika stammender Bienentyp -  oder verschiedene Käfer fressen gewisse Schädlinge in kürzester Zeit auf und stellen den angegriffenen Olivenhain rasch wieder her. Darüber hinaus trägt die Trockenheit  in vielen Gebieten Südeuropas stark dazu bei, Schädlings- und Pilzeinflüsse zu mildern und somit eine günstige Basis für biologischen Landbau zu schaffen. Dies erklärt auch, warum riesige Olivenhain-Flächen u.a. in Spanien oder Italien dem biologischen Landbau gewidmet sind.

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