Ein Olivenbaum erntet nur alle zwei Jahre.
Jeder produktive (erwachsene) Olivenbaum unterliegt dem folgenden Erntezyklus:
Vom Ast bis zur Frucht:
| Jahr N |
April-Oktober |
Wachstum der jungen Äste (Generation N) |
| Jahr N+1 |
Ab Februar |
Olivenblüten (aus Generation N Äste) |
| Jahr N+1 |
April-Oktober |
Generation N Früchte werden reif |
| Jahr N+1 |
Ab November |
Erntesaison der Generation N Olivenfrüchte |
| Jahr N+2 |
April-Oktober |
Wachstum der jungen Äste (Generation N+2) |
Die Ernte der Olivenfrüchte ist heute immer noch ein manueller und hoch arbeitsintensiver Prozess:
- Der Zustand der geernteten Olivenfrüchte beeinträchtigt die Qualität des daraus gewonnenen Olivenöls. Aus diesem Grunde werden auf dem Boden liegende Oliven, die von selbst vom Baum gefallen sind, nie geerntet.
- Der Bauer muss ständig trachten, die Früchte beim Hineinlegen in den Sammelkorb weder zu beschädigen noch zu kratzen, noch etwaige Druckstellen zu verursachen.
- Gleichfalls muss er kontinuierlich darauf achten, junge Äste nicht zu beschädigen - er würde sonst die Ernte des Folgejahres gefährden.
- Ein erfahrener Bauer wird pro Erntetag ungefähr 140kg Oliven sammeln, was ca. 25 Liter Olivenöl entspricht.
- Darüber hinaus ist die Ernte je nach Olivensorte und Baumtyp von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad: z.B. ist die Ernte in windigen Gebieten - wie in Frankreich in der Nähe von Avignon oder Aix-en-provence, wo sich die Olivenbaumtypen der Umgebung angepasst haben - mühsamer und zeitaufwändiger als z.B. im flachen, breiten Gelände um Sevilla.